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Wissenswertes

Laut Bundeskriminalamt gab es 2017 allein in Deutschland 11.547 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern, darunter 3.399 Fälle an Jungen*. Da viele Übergriffe nicht zur Anzeige gebracht werden, ist die Dunkelziffer noch deutlich höher. Potentielle Täter*innen können im direkten/familiären Umfeld von Jungen* leben oder sie bewegen sich dort, wo sich Jungen* aufhalten. Dies können Schwimmbäder, Spiel- und Sportplätze, Einkaufscenter, Freizeiteinrichtungen oder Sportvereine sein. Außerdem finden Kontaktversuche verstärkt auch über digitale Medien (z.B. Internet) statt.

Für Jungen* ist es erst mal sehr nett, über gemeinsame Themen zu reden oder Geschenke zu bekommen. Das gehört aber alles zum Plan: sexualisierten Kontakt zu Jungen*!
Sexualisierte Gewalt kann aber auch von Jugendlichen oder anderen Kindern ausgeübt werden.

 

Warum viele Jungen* schweigen

Menschen, die sexualisierte Gewalt ausüben, schaffen ein raffiniertes Netz, in dem sich Jungen* verwickeln, und das für Außenstehende fast unsichtbar ist. Sie arbeiten mit unterschwelligen oder offenen Drohungen, die an das Scham- oder Schuldbewusstsein von Jungen* appellieren:

Wenn so etwas passiert, haben die Betroffenen niemals Schuld daran.

 

Was Sie tun können

Wenn Sie mit Jungen* darüber sprechen wollen, können Sie unseren „Flyer für Jungen*“ zu Hilfe nehmen (zu finden unter Downloads). Respektieren Sie es aber, wenn der Junge* nichts darüber erzählen möchte. Am besten helfen Sie ihm, wenn Sie voll und ganz auf seiner Seite stehen – auch wenn er zu jemandem ins Auto gestiegen ist, sexuell erregt war oder Geschenke angenommen hat.
Jungen* brauchen nach einem solchen Ereignis Ruhe und ein verständnisvolles Umfeld. Versuchen Sie weitere Belastungen zu vermeiden.

Wenden Sie sich deshalb, falls Sie eine Anzeige machen möchten, vorher an eine Fachberatungsstelle wie um sich beraten zu lassen.

Beratung

Wir beraten Jungen* und ihre Angehörige zum Thema sexualisierte Gewalt. Egal ob Sie nur einen Verdacht oder konkrete Informationen haben – gerne besprechen wir mit Ihnen persönlich oder auch am Telefon Ihre Fragen und können Sie bei der Planung weiterer Schritte unterstützen.

Unsere beratenden Mitarbeiter sind ausgebildetete Traumafachberater und damit besonders geschult im Umgang mit Belastungen.

Sie erreichen uns unter 030 236 33 983 und
beratung.